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die HERIVIS Umgebung - Chancen der Technisierung nutzen
 

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Das Risikomanagement in Organisationen steht heute vor neuen Herausforderungen. Der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt ein immer höherer Stellenwert zu. Risiken erkennen und steuern, um Gesundheit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen zu fördern, bedarf einer neuen Form der Arbeitsteilung und des Rollenverständnisses. Vor allem für Führungskräfte gelangt eine vergessen geglaubte Tugend zu neuer Bedeutung: die Achtsamkeit. Achtsam sein gegenüber den Mitarbeitern und ihren Beziehungen untereinander. Achtsam sein, ihrem gemeinsamen Werk gegenüber und den Empfängern ihres Werkes, dort wo dieses in der Regel als Arbeits- oder Lebensmittel ein weiteres Mal Einfluss auf die Gesundheit von Menschen ausübt.

 

Achtsamkeit und der behutsame Umgang mit Menschen und Dingen können einerseits als Grundvoraussetzung für eine vorausschauende Präventionskultur in Organisationen angesehen werden. Eine geeignete Organisationsstruktur, die eine Teilhabe der Mitarbeiter bei der Gestaltung der Organisationsprozesse ermöglicht, ist auf der anderen Seite oft ausschlaggebend für die Bildung von Achtsamkeit.

 

Chancen der Technisierung nutzen

 

Im Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sehen wir uns zusätzlich einer neuen Form der Technisierung ausgesetzt. Einer Technisierung, die sich nach und nach der Komplexität des Menschen öffnet und ihrerseits der Achtsamkeit zwischen Menschen mehr Raum zu lassen sucht.

 

Was das Management von Risiken für die Gesundheit durch Arbeit anlangt, kann Technik dabei sehr unterschiedliches bedeuten: ein Sensor, der bestimmte Signale erfassen kann, um objektive Risiken festzustellen, ein Fragenkatalog, mit dem subjektive Belastungen erhoben werden können, eine Gesprächstechnik, welche die Handlungskompetenzen von Menschen fördern soll, technische Hilfsmittel, wie beispielsweise Hörgeräte, die eine Teilhabe am sozialen Leben zu verbessern ermöglichen.

 

Eine besonders interessante Weiterentwicklung von Technologie stellt das „social web“ bzw. das „web 2.0“ dar. Youtube, Twitter und Facebook sind wohl die bekanntesten „social web“-Plattformen. An der rasch gestiegenen Zahl der Nutzer in den letzten Jahren (derzeit rund 730 Millionen Facebook-Nutzer weltweit) und einem Blick in das Nutzerverhalten des eigenen „Freundeskreises“ im „social web“ kann man gut erkennen, dass eine weitere Stufe der Aktivierung und Vernetzung von Menschen gelungen ist.

 

HERIVIS: Übergänge zwischen realer Welt und dem „social web“ gestalten

 

Bei der Entwicklung der HERIVIS Umgebung standen vor allem die Übergänge zwischen realer Welt, technischen Instrumenten, die in der realen Welt zur Analyse und Steuerung von Risiken genutzt werden und dem „social web“ im Vordergrund. Das „social web“ wird hier als Quelle noch ungeahnter und wenig genutzter Möglichkeiten zur Teilhabe von Menschen an Veränderungsprozessen ihrer Arbeit und ihrer Lebensumstände verstanden.

 

Die Grundidee von PIMEX, nämlich die Verortung von Belastungen im Arbeitsverlauf stand hier sicherlich Pate bei der Entwicklung eines Mediums zur Erschließung dieser Übergänge. Der Fokus im Bereich „social web“ lag und liegt dabei in erster Linie auf dem bisher noch wenig bearbeiteten Gebiet: Die dynamische Abbildung von Präventionsprozessen in Verbindung mit der Strukturierung und Bewertung von Inhalten in Bezug auf Risiken und deren Wirkungszusammenhängen.

 

Im Zuge des HERIVIS Projekts  (2006-2010) wurden das HERIVIS Modell entworfen, die HERIVIS Umgebung konzipiert und einzelne Komponenten entwickelt und erprobt, bzw. implementiert. In einer 2. Phase (2011 bis voraussichtlich 2014) werden weitere Komponenten der HERIVIS Umgebung realisiert und im Rahmen von arbeitswissenschaftlichen Studien bzw. F&E Projekten eingesetzt.


Metainfo:
Autor: Harald Kviecien; Copyright: KOHS; Publiziert von: Harald Kviecien (kviecien)
factID: 1628299.5 (...Archiv); Publiziert am 22 Aug. 2011 10:46
 
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