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14 Dez. 2011, Wien
 
wearable sensors - neue Möglichkeiten in der Arbeitsforschung
tragbare Sensoren zur Messung und Beurteilung von Gefahrstoffen
 

Seit den 1980er Jahren sind direktanzeigende Messgeräte für Gefahrstoffe verfügbar. Seit den 1990er Jahren findet unter maßgeblicher Mitwirkung der KOHS und der Kooperationsstelle Hamburg eine kontinuierliche Forschung und Entwicklung in der Erhebung, Visualisierung und Beurteilung von Belastungen durch Gefahrstoffe statt.

 

Bis heute gibt es aber noch wenig Erfahrung mit der Beurteilung des Risikos, beispielsweise von Kurzzeitbelastungen durch einzelne Gefahrstoffe und generell wenig Aussagen über das Risiko von Gefahrstoffgemischen. Auch ist noch längst nicht annähernd geklärt, wie das Risiko durch die Einatmung von Stäuben (insbesondere Feinstaub) einzuschätzen ist. Dass es gesundheitliche Risiken gibt, die auch mit erheblichen gesellschaftlichen Kosten in Verbindung stehen, kann heutzutage jedoch bereits von Laien nachvollzogen werden.

 

Tragbare Sensoren bedeuten eine höchst willkommene technische Entwicklung, die es Arbeitsforschern als auch Arbeitsgestaltern heute ermöglicht, Arbeitsprozesse hinsichtlich eindeutig zuordenbaren Belastungen zu analysieren. 

 

PIMEX-Visualisierung an kombiniertem Hand/Halbautomatik-Arbeitsplatz - 1578221.4

Proband mit tragbaren Sensoren und Live-Visualisierung der Belastungen

 

Durch den personenbezogenen Ansatz wird nun mehr und mehr ersichtlich, dass das individuelle Verhalten als auch die Gefahrenkenntnis der Menschen im Arbeitssystem ebenso einen nennenswerten Einfluss auf das Gesundheitsrisiko aufweisen, wie Arbeitsorganisation und -prozessgestaltung.

 

Nach und nach entstehen nun auch brauchbare Beurteilungsverfahren, die es dem Arbeitsforscher erleichtern die erhobenen Daten zu interpretieren. Im Zuge des HERIVIS Projekts wurde eine Umgebung geschaffen, die es ermöglicht, sensorbasierte Erhebungsverfahren als auch Beurteilungsverfahren zu entwickeln.

 

Es stehen tragbare und kabellos zu betreibende Messgeräte für Stäube (3 Staubfraktionen: alveolengängige, thorakale und einatembare Fraktion), flüchtige organische Stoffe (VOC) oder Einzelgase (CO², …) zur Verfügung, die in Forschungs- und Prüfsituationen zur Visualisierung eingesetzt werden können.

 

Der Trend geht klar in Richtung weitere Miniaturisierung der Sensorik und bessere Vernetzung mit Analyseinstrumenten auf Basis energiesparender Funktechnologien.


 
Quelle: KOHS


Metainfo:
Autor: Harald Kviecien; Copyright: KOHS; Publiziert von: Harald Kviecien (kviecien)
factID: 1661494.1; Publiziert am 14 Dez. 2011 14:59