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HERIVIS-ACI - Anwendungsbereich Produktentwicklung
 

HERIVIS Analyse- und Controllinginstrumente (HERIVIS-ACIs) umfassen Verfahren der Messung, Analyse, Auswertung und Interpretation von Risiken bei der Arbeit. HERIVIS-ACIs nutzen dabei intensiv Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur Umsetzung der Methodik.

 

Die Visualisierung als Teil der Methodik ermöglicht die wirklichkeitsnahe Abbildung von Belastungen. Die Methodik der HERIVIS-ACIs folgt einem offenen Schema und lässt sich in übergeordnete Präventions- und Gestaltungsprozesse einbinden.

 

HERIVIS-ACIs liefern konkrete Gestaltungsempfehlungen auf Basis wissenschaftlicher Datenauswertung und ergonomischer Interpretation.

 

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HERIVIS-ACI sind Teil der HERIVIS-Umgebung, entwickelt im Rahmen des HERIVIS Projekts 2006-2010.

 

Anwendungsbereiche

 

Die HERIVIS Umgebung, die HERIVIS-ACIs sowie das zugrunde liegende HERIVIS-Modell wurden so allgemein gültig wie möglich konzipiert. Dabei wurden unterschiedliche Settings in die Forschungsarbeit aufgenommen: die Industrie (und verwandte Bereiche), das Gesundheitswesen sowie der Unterricht (institutionalisierte Bildung) bearbeitet. Während sich in der Industrie die Arbeit auf ein Werk (Produkt) bezieht steht im Gesundheitswesen der Mensch mit seiner Gesundheit (respektive ihre Wiederherstellung in Folge einer Erkrankung), im Unterricht steht der lernende, zu bildende Mensch im Blickfeld. Diese unterschiedlichen Bezugspunkte verlangen jeweils eine grundlegend andere Betrachtungsweise.

 

Die folgende Abbildung zeigt die Richtungen der Wirkung durch die Anwendung eines HERIVIS-ACI bei der Entwicklung neuer Produkte. Diese Anwendung (Produktentwicklung) unterscheidet sich in vielen Punkten gegenüber der Nutzung eines HERIVIS-ACI beispielsweise im Rahmen einer Prozessoptimierung.

 

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Methodik und Komponenten

 

HERIVIS-ACIs orientieren sich an einem offenen Schema und liefern dem Anwender sowohl einen Leitfaden für die Umsetzung und eine Orientierung an laufenden Prozessen (verankerte Prozesse mit Relevanz für betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. Projekte zur Verbesserung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit) und damit Verbunden der Identifikation von Schnittstellen.

 

Die Auswahl der Komponenten erfolgt nach einer Bedarfserhebung. Für die Erreichung des Ziels wird auf Basis des kohs.PIMEX.systems (Leitkomponente 1) in Kombination mit, in kohs.PIMEX integrierten Messgerät die Erfassung unterschiedlicher Belastungen durchgeführt (M1 .. Mn).

 

Die Belastungen für den Stütz- und Bewegungsapparat werden mittels Sonometrie über ein in kohs.PIMEX integriertes Messgerät erhoben (Mm). Die Erfassung der sonometrischen Daten dient gleichzeitig der Normalisierung der von den PIMEX Observationen abgeleiteten PIMEX-Messstellen (Leitkomponente 2).


Ergebnisse

 

Als Ergebnis können einerseits die Risikobeurteilungen zu den erfassten Belastungen erstellt als auch Empfehlungen konkretisiert werden, durch welche Maßnahmen Gesundheit bei der Arbeit effizient und effektiv gesteuert werden kann.  

 

Auswertungen von erhobenen Daten liefern zuweilen Aussagen, die mitunter nicht die Annahmen bestätigen können, ja sogar eine gegenteilige Interpretation nahe legen würden. Erst die Anwendung des Auswerteschemas der HERIVIS-ACIs ermöglicht, die Ursachen dafür zu bestimmen. Hinweise auf die Relationen hinsichtlich der untersuchten Belastung zwischen Untersuchungsgegenstand und anderen Komponenten des Arbeitssystems einschließlich des individuellen Verhaltens und der Gesundheitskenntnis können erarbeitet werden. Konkrete Gestaltungsempfehlungen, auch den Schulungsbedarf betreffend, können durch die Anwendung eines HERIVIS-ACI geliefert werden.

 

Literatur:

Kviecien H., Karl H-D. (2010), HERIVIS-ACIs (Analyse- und Controllinginstrumente) - Methodik und Leitfaden" (HERIVIS Bericht)


Metainfo:
Autor: Harald Kviecien; Copyright: KOHS; Publiziert von: Harald Kviecien (kviecien)
factID: 1685568.5 (...Archiv); Publiziert am 21 Mär. 2012 13:06
 
Verweis(e) (2):