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11. Österreichische Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser
19. - 20. Oktober 2006

 

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Gesundheitsleistungen in einem gesundheitsförderlichen Umfeld:
Mehr Qualität für PatientInnen, MitarbeiterInnen und die regionale Bevölkerung

Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stehen die Themen "Gesundheitsförderung als Qualitätskriterium von Gesundheitseinrichtungen", "PatientIn sein in einem gesundheitsförderlichen Umfeld", "Arbeiten in einem gesundheitsförderlichen Umfeld", und "Leben in einer gesunden Region".

Im Rahmen der Konferenz präsentiert die KOHS den folgenden Beitrag:

Gesundheitsförderung im Krankenhaus durch Visualisierung arbeitsbezogener Belastungen und Beanspruchungen mit der PIMEX Methode
Autoren: M. Morscher, R. Kauer, H. Kviecien, G. Messner

Kurzfassung:
Die Arbeit im Krankenhaus ist gekennzeichnet durch hohe physische und psychische Belastungen. Gesundheitsgefährdungen ergeben sich unter anderem durch unregelmäßige Arbeitszeiten, besonders belastende Arbeitsbedingungen, psychische Belastung durch die Arbeit mit schwer verletzten, kranken und sterbenden Patienten, Infektionsgefahr sowie körperliche Belastungen im Bereich des Bewegungs- und Stützapparates. In unserem Beitrag stellen wir die PIMEX (Picture-Mix-Exposure) Methode zur Visualisierung arbeitsbezogener Belastungen vor. Dabei werden Arbeitsvorgänge per Videokamera gefilmt während auftretende Belastungen sowie physiologische Daten mittels direktanzeigender Messgeräte in Echtzeit und synchron zum Video aufgezeichnet werden. Diese Vorgangsweise ermöglicht die Analyse von Arbeitsprozessen verbunden mit einer Risikobeurteilung. Daraus wird ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Arbeitssituation und zur Risikooptimierung abgeleitet. Anwendungen im Umfeld des Krankenhauses umfassen Haltungs- und Bewegungsanalysen beispielsweise beim Heben und Tragen von Patienten, die Untersuchung von Belastungen durch Staub und weiterer Gefahrstoffe (Anästhesiegas im OP, Desinfektionssprays, etc.), die Beurteilung der Beleuchtungsverhältnisse, von Belastungen durch Lärm sowie individueller Beanspruchungsreaktionen (EKG, Herzratenvariabilität, Atemfrequenz). Die Visualisierung im Rahmen einer PIMEX Intervention ermöglicht die Einbindung aller betroffenen Personen in den Analyseprozess und die Durchführung einer gemeinsamen Arbeitsplatzanalyse. Vorrangiges Ziel ist die Vermittlung komplexer Zusammenhänge von Belastung und Belastungswirkung sowie das Bewusstsein für arbeitsbezogene Gesundheitsgefährdungen zu stärken und somit die subjektive Gefahrenkenntnis des Krankenhauspersonals positiv zu beeinflussen. Anhand eines Beispiels werden die einzelnen Schritte einer PIMEX Intervention veranschaulicht. Dazu zählen Visualisierung, Einbindung des Personals, Testen von Alternativen, die Untersuchung der Auswirkungen von Änderungen im Arbeitsverhalten und die Dokumentation der erzielten Verbesserungen. Im Zuge eines PIMEX Einsatzes gewonnenes Wissen wird in Wissensstrukturen abgebildet. PIMEX bildet somit den Ausgangspunkt zur Implementierung von Lern- und Wissensräumen sowohl im Ausbildungssystem des Gesundheitswesens als auch im Krankenhaus.

Dieser Beitrag erfolgt im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts: HERIVIS - Health Risk Visualisation System, das der Teilnahme weiterer Partner und Unternehmen offensteht.

Link zur 11. Österreichische Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser

 

Adresse: Bruck an der Mur, Eduard-Schwarz-Haus, Schillerstraße 22>
Organisator: Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser

 

 

Metainfo:
Autor: Rene Kauer; Copyright: KOHS; Publiziert von: Johanna Fuchs (fuchs_j)
factID: 264618.3 (...Archiv); Publiziert am 17 Okt. 2006 22:51