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17 Sep. 2013, Berlin, Hamburg, Wien
 
GDA - Dachevaluation der Strategieperiode 2008 bis 2012
Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)
 

Durch Änderungen im Arbeitsschutzgesetz und im Sozialgesetzbuch VII wurden im November 2008 die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) geschaffen. Die GDA ist eine auf Dauer angelegte konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern in Deutschland zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ziel ist es, die bereits bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen einheitlich und transparent zu regeln und ihre Umsetzung am Arbeitsplatz nachhaltig voranzutreiben.

 

Mit der GDA versucht Deutschland auch Gemeinschaftsziele der EU zu erreichen. Eine der Forderungen der Gemeinschaftsstrategie für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 2007 – 2012 ist die Entwicklung nationaler Arbeitsschutzstrategien in den Mitgliedstaaten.

 

Dachevaluation der Strategieperiode 2008 bis 2012

 

Die Dachevaluation der ersten GDA-Periode hat die Wirksamkeit der GDA-Aktivitäten anhand folgender Fragen auf fünf Zielebenen untersucht:

    1. Inwieweit werden die nationalen Arbeitsschutzziele erreicht?
    2. Wie hoch sind in den Betrieben Akzeptanz und Wirksamkeit von Beratung und Überwachung durch die Aufsichtsdienste sowie des Vorschriften- und Regelwerks?
    3. Inwieweit arbeiten staatliche Arbeitsschutzbehörden und Unfallversicherungsträger für die Betriebe spürbar besser zusammen?
    4. Inwieweit gelingt es, die Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Wirtschaftsverbänden und anderen Kooperationspartnern zu verbessern?
    5. Wie entwickeln sich betriebliche Prävention und deren Auswirkungen sowohl auf die Gesundheit der Beschäftigten, als auch auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe?

In Form von computergestützten standardisierten Telefoninterviews (CATI) wurden insgesamt 6.500 Betriebe und rund 5.500 Beschäftigte zur Situation des Arbeitsschutzes im eigenen Unternehmen befragt. (Mitte Mai bis Ende August 2011)

 

Eingeholt wurden unter anderem Einschätzungen zur Gefährdungsbeurteilung, zur Information und Schulung von Mitarbeitern bzw. zur Verfügbarkeit von Arbeitsschutzinformationen, zur persönlichen Arbeitsbelastung sowie zur Präventionskultur am Arbeitsplatz. Auch die Zufriedenheit mit und die Bekanntheit von Arbeitsschutzvorschriften wurde abgefragt. Die Repräsentativität der Stichprobe für das gesamte Bundesgebiet wurde durch eine Gewichtung nach Branche, Betriebsgrößenklasse und Bundesland sichergestellt.

 

Von August bis Oktober 2011 wurden 57 Telefoninterviews mit Personen aus der Zielgruppe des Arbeitsschutzforums geführt. Zu den Gesprächspartnern gehörten gleichermaßen Vertreter der GDA-Träger als auch Vertreter der Kooperationspartner. Beide Seiten sollten sich zu Stand und Entwicklung gemeinsamer Vorhaben äußern, gemeinsame Aktivitäten benennen und diese bewerten.

 

Derzeit liegt der Zwischenbericht zur Dachevaluation der Strategieperiode 2008 bis 2012 vor (erstellt von TNS Infratest und der Kooperationsstelle Hamburg).

 

Der Bericht hält u.a. fest, dass es gegenwärtig Defizite bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen gibt, die umso stärker zu Tage treten, je kleiner der Betrieb ist, je mehr psychische Belastungen vorliegen und wenn der Betrieb dem Dienstleistungssektor zuzuordnen ist.

 

In Bezug auf die geplante bessere Zusammenarbeit zwischen GDA und den Kooperationspartnern sieht der Bericht Handlungsbedarf.

 

weitere Informationen:

 

http://www.gda-portal.de/de/Evaluation/Evaluation2008-12.html

 

Zwischenbericht (kurz)


 
Quelle: Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz, Kooperationsstelle Hamburg


Metainfo:
Autor: Harald Kviecien; Copyright: KOHS; Publiziert von: Harald Kviecien (kviecien)
factID: 5675442.1; Publiziert am 17 Sep. 2013 17:01